Erste Hilfe

Wie beim Menschen kann die korrekt ausgeführte Erste Hilfe am Unfallort lebensrettend sein. Mit Ihrem Handeln und dem Erkennen der Situation sowie der richtigen Einschätzung können Sie viel für Ihr Tier erreichen und es stabil halten bis der Arzt kommt. Besonders wichtig ist es, sich immer eines vor Augen zu führen: Erste Hilfe ersetzt niemals den Tierarzt.

Bei einem Notfall sollten Sie zunächst die Vitalfunktionen zu überprüfen, um das Überleben des Tieres zu sichern:

Unter dem Begriff Vitalwert verstehen wir unter anderem auch den Puls- und Herzschlag. Zur Beobachtung und Kontrolle dieser Werte, sollte der Hund ruhig in der rechten Seitenlage liegen.

Ein Hund atmet in der Ruhe 10-25 Mal pro Minute und die Katze 20-30 Mal. Der normale Pulsschlag ist je nach Rasse und Größe des Tieres verschieden und beträgt sowohl beim Hund als auch bei der Katze etwa zwischen 80 und 120 Schläge pro Minute.

 

Puls- und Herzschlag messen

Legen Sie einen Finger an die Innenseite des Hinterlaufs in der Nähe der Leiste und benutzen Sie nicht den Daumen, da Sie sonst Ihren eigenen Puls fühlen. Der Herzschlag wird hinter dem linken Ellenbogen zwischen der 3. und 6. Rippe gefühlt und beobachtet.

 

Blutungen

Pressen Sie mit Hilfe von Mull, Zellstoff oder einem Tuch die Wunde fest zusammen. Starke Blutungen sollten mit einem Tuch oder auch mit der Hand zusammengehalten werden. Eventuell einen Druckverband anlegen.

 

Vorsorge beim älteren Tier kann Leben retten

Oftmals erkennen Tierhalter die ersten Anzeichen einer Erkrankung viel zu spät. Durch die Früherkennung besteht aber eine viel größere Chance, Ihrem Tier effektiv zu helfen. Oft vom Tierhalter unterschätzt, aber dennoch enorm wichtig für ein langes, gesundes Tierleben ist deshalb der Alters-Checkup für Hunde und Katzen.

Im Alter verändern sich die Stoffwechselvorgänge des Tieres. Es können altersspezifische Erkrankungen auftreten, beispielsweise Gelenkprobleme oder hormonelle Beschwerden. Viele chronische Erkrankungen können – im frühen Stadium erkannt – geheilt oder zumindest in ihrer Entwicklung deutlich verzögert werden. Daher ist es ratsam, die Untersuchung bei Hunden und Katzen ab dem achten Lebensjahr durchzuführen. Bestimmte Rassen wie Berner Sennenhund, Dogge oder Irischer Wolfshund werden meist nach fünf Jahren untersucht.

Bei einem Alters-Checkup wird die ganz individuelle medizinische Situation des Tieres berücksichtigt. Ein komplettes Blutbild steht auf dem Programm. Zudem werden der Blutzucker sowie die wichtigsten Nierenund Leberwerte gemessen. Bei Bedarf schließt sich eine ausführliche Ultraschall-Untersuchung an.

 

Checkup in der Praxis: Beschwerden lindern

Bei einem Checkup können mögliche Erkrankungen rechtzeitig erkannt werden. Das gilt nicht nur für lebensbedrohliche Tumorbildungen. Auch Schmerzen im Alltag – beispielsweise bei Arthrose-Beschwerden – können so dem Tier erspart werden. Lassen Sie sich in Ihrer Tierarztpraxis beraten.



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